Wann startet eine IVF-Behandlung?

Die IVF-Behandlung besteht aus mehreren Phasen, die immer ganz individuell abgestimmt und festgelegt werden. Daher kann diese bei verschiedenen Patientinnen auch völlig unterschiedlich ablaufen. In einigen Fällen beginnt die Behandlung beispielsweise mit einem Pillenzyklus. Dies schließt eine Schwangerschaft zu Beginn der Therapie aus und ermöglicht eine Steuerung der anschließenden Menstruation.

Zur besseren Steuerung des Stimulationszyklus reduziert man außerdem durch die Gabe von sog. GnRH-Analoga die körpereigene Produktion an Fruchtbarkeitshormonen. Ein möglicherweise vorzeitiger Eisprung wird dadurch verhindert. Zusätzlich kann man den optimalen Zeitpunkt für die Auslösung des Eisprungs wählen. Hierzu setzt man entweder mit dem Zyklusbeginn bzw. ab der zweiten Zyklushälfte vor dem Stimulationsbeginn GnRH-Agonisten oder aber GnRH-Antagonisten während der bereits begonnenen eigentlichen Stimulation ein.

Die Stimulation der Eierstöcke mit follikelstimulierendem Hormon (FSH) beginnt meist in den ersten drei Tagen des Zyklus und dauert in Abhängigkeit von der Eizellreifung durchschnittlich etwa acht bis 12 Tage. Während dieser Zeit wird täglich eine bestimmte Menge Hormone subkutan gespritzt, entweder in der Praxis oder in aller Regel von der Patientin selbst. Nach ca. fünf bis sechs Stimulationstagen untersuchen wir die Eizellreifung erstmals durch Ultraschall, um den günstigsten Zeitpunkt zur Gewinnung reifer befruchtungsfähiger Eizellen herauszufinden. Dies ist in der Regel nach etwa ca. acht bis 12 Tagen der Fall. Dann wird die Hormonbehandlung beendet und der Eisprung durch eine hCG-Spritze ausgelöst. Am übernächsten Tag erfolgt die Entnahme der Follikel mittels Punktion.

Abhängig vom Befruchtungsergebnis werden anschließend höchstens drei Embryonen transferiert. Zwei Wochen nach dem Embryotransfer führt man einen Schwangerschaftstest durch. Sollte dieser positiv sein und die Periode weiterhin ausbleiben, erfolgt etwa zwei Wochen später eine Ultraschalluntersuchung zur klinischen Bestätigung.