Aus der Forschung in die Praxis

Die neuesten Ergebnisse und Beiträge zu den Themengebieten Kinderwunsch, Pränatale Medizin, Humangenetik, Endokrinologie und Osteologie für Fachleute und interessierte Laien lesen Sie regelmäßig hier:

Die Diskussion darüber, ob beim PCO-Syndrom mit einem negativen Einfluss auf den Schwangerschafts-Verlauf zu rechnen ist, dauert schon viele Jahre an. Die Aussagen der Studien differieren, so dass Updates der publizierten Meta-Analysen immer wieder interessant sind.

Eine aktuelle Meta-Analyse beschäftigte sich speziell mit der Frage, ob sich die Komplikationsrate bei Schwangerschaften nach IVF beim PCO-Syndrom im Vergleich mit anderen IVF-Indikationen unterscheidet (Sha et al. A meta-analysis...

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Die Anwendung hormoneller Kontrazeptiva (HK) ist mit höheren Gesamt-25-Hydroxyvitamin D (25OHD) – Spiegeln assoziiert. Unklar ist der Einfluss  auf die freie 25OHD-Konzentration.
In einer randomisierten Studie wurden 201 gesunde Frauen im reproduktiven Alter untersucht (Pilz at al. Hormonal contraceptive use is associated with higher total but unaltered free 25-Hydroxyvitamin D serum concentrations. J. Clin. Endocrinol. Metab. 2018;103:2385-2391).

Die Randomisierung erfolgte in eine Gruppe mit...

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Unbestritten ist, dass die operative Therapie einer Hydrosalpinx die klinische Schwangerschafts-Rate bei einer nachfolgenden IVF signifikant erhöht (Johnson et al. Surgical treatment for tubal disease in women due to undergo in vitro fertilisation. Cochrane Database Syst. Rev. 2010;1:CD002125).

Ein aktueller Review mit Metaanalyse beschäftigte sich mit der Frage, ob eine Hydrosalpinx auch das Abortrisiko beeinflusst und sich dieses durch eine operative Therapie verändert (Harb et al....

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Das Interesse der Paare an supportiven Maßnahmen außerhalb der “Schulmedizin” im Rahmen einer Kinderwunsch ist groß. Häufig lässt allerdings die wissenschaftliche Evaluation der “unterstützenden” Möglichkeiten zu wünschen übrig bzw. ist überhaupt nicht erfolgt.

Dies gilt für die schon länger im Fokus zahlreicher Studien befindliche Akupunktur nicht. Vorgestellt werden soll daher ein systematischer Review mit Meta-Analyse zum Nutzen der Akupunktur als ergänzende Intervention beim Embryotransfer...

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In einer finnischen Registerstudie (Goisis et al. Medically assisted reproduction and birth outcomes: a within-family analysis using Finnish population registers. Lancet 2019; Jan 14 [Epub ahead of print]) wurden 1995 - 2000 insgesamt 65.723 Kinder erfasst und dabei der Verlauf von Schwangerschaft und Geburt in Abhängigkeit vom Konzeptionsmodus untersucht.

2776 (4%) Kinder entstammten einer assistierten Reproduktion (ART). In einer Subgruppen-Analyse verglichen die Autoren 1245...

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Viele Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch weisen eine Endometriose unterschiedlichen Grades auf. Gemeinsam ist ihnen oft die Sorge vor einer Verschlechterung der hormonabhängigen Erkrankung, wenn sie ovariell stimuliert werden.

Auch wenn es in der Vergangenheit Studien gab, die keine Korrelation mit der Zykluszahl, ovariellen Reaktion und Art der Kinderwunsch-Therapie zeigten (z.B. D´Hooghe et al. Fertil. Steril. 2006;86:283-290; Benaglia et al. Eur. J. Obstet. Gynecol. Reprod. Biol....

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Aromatase-Hemmer werden seit längerem bei der ovariellen Stimulation angewendet. Über den neuen Stellenwert von Letrozol beim PCO-Syndrom (PCOS) hatten wir bereits in einem Blog am 01.10.2018 berichtet (1).

In einer Cochrane-Analyse von 42 randomisierten, kontrollierte Studien (n = 7935 Frauen mit einem PCOS) zeigte Letrozol in stimulierten Zyklen eine höhere Lebendgeburtenrate als Clomifen (OR 1,68; 95% CI 1,42 - 1,99). Dabei waren die Wahrscheinlichkeit eines Überstimulationssyndroms sowie...

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In einer aktuellen Studie (Skovlund at al. Am. J. Psychiatry 2018; 175: 336-342) wurden über 450000 Frauen ab einem Alter von 15 Jahren eingeschlossen und über 8 Jahre nachverfolgt. Verglichen wurde das relative Risiko von Suizidversuchen bzw. Suiziden zwischen Anwenderinnen hormoneller Kontrazeptiva im Vergleich zu Nicht-Anwenderinnen.
Die Anwenderinnen hormoneller Kontrazeptiva zeigten ein relatives Risiko von 1,97 (95% CI 1,85-2,10) für Suizidversuche bzw. von 3,08 (95% CI 1,34-7,08) für...

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