Aus der Forschung in die Praxis

Die neuesten Ergebnisse und Beiträge zu den Themengebieten Kinderwunsch, Pränatale Medizin, Humangenetik, Endokrinologie und Osteologie für Fachleute und interessierte Laien lesen Sie regelmäßig hier:

Die meisten Paare mit unerfülltem Kinderwunsch wünschen sich bereits mit Beginn ihrer Behandlung mehrere Kinder. Für die Beratung dieser Paare ist es wünschenswert, nach erfolgreicher assistierter Reproduktion (ART) und Geburt des ersten Kindes auf verlässliche Daten zur Erfolgsaussicht weiterer Behandlungszyklen mittels IVF oder ICSI zurückgreifen zu können. Eine australisch-neuseeländische Studie hat jetzt anhand der Daten von 35.290 Patientinnen nach erfolgreicher erster ART die Faktoren für...

[mehr ...]

Das Alter der Frau ist als relevantester Prognoseparameter sowohl für die spontane Konzeptionschance als auch die Ergebnisse einer Kinderwunschtherapie sowie den Schwangerschaftsverlauf (insbesondere die Abortrate) anerkannt.
In den letzten Jahren ist der Fokus zusätzlich aber auch auf paternale Faktoren gerichtet, von denen mittlerweile bekannt ist, dass sie für die Reproduktion nicht unbedeutend sind (Oldereid et al. The effect of paternal factors on perinatal and paediatric outcomes: a...

[mehr ...]

Die Zahl der Kinder, welche nach einer Kinderwunschbehandlung und hier insbesondere nach einer „künstlichen Befruchtung“ geboren werden, nimmt weltweit seit einigen Jahrzehnten zu. Mit deren Älterwerden gewinnen zunehmend auch Fragen zu ihrer allgemeinen und gesundheitlichen Entwicklung sowie Erkenntnisse über die Fertilität der nachfolgenden Generation an Bedeutung. Die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) wird als Ergänzung der konventionellen In vitro-Fertilisation (IVF) seit 1992...

[mehr ...]

Im Dezember 2017 wurde im NEJM eine große dänische Registerstudie zum Mamma-Ca-Risiko unter hormoneller Kontrazeption publiziert. Diese ergab bei Frauen, die aktuell oder früher ein hormonelles Kontrazeptivum einnahmen, ein bis zu 20% erhöhtes relatives Risiko, an einem Mamma-Ca zu erkranken. Auch die Anwendung eines Levonorgestrel-Intrauterinsystems (LNG-IUS) war hier mit einem erhöhten relativen Risiko assoziiert. Problematisch an der Studie war allerdings, dass keine Adjustierung nach...

[mehr ...]

Aus dem Wissen, dass hormonale Kontrazeptiva den Anti-Müller-Hormon (AMH)-Wert als Marker der ovariellen Reserve bis zu ca. 30% supprimieren können (Bentzen et al. Reprod. Biomed. Online 2012; 25: 612-619), resultierte zwangsläufig die Frage, wie lange man die Medikation absetzen muss, um wieder einen „unverfälschten“ AMH-Wert zu messen. Spekuliert wurde lange über einen Zeitraum von 3-6 Monaten.

Diese praxisrelevante Frage beantwortet nun eine aktuelle prospektive Studie, in der bei 68 Frauen...

[mehr ...]

Um in der aktuellen Situation die Häufigkeit der Praxisbesuche und die Kontaktzeiten zu reduzieren, bieten einige Kolleginnen und Kollegen ab sofort in begrenztem Umfang Videosprechstunden an, für die eine Anfrage z.B. über den Terminplaner auf unserer Homepage möglich ist.

Videosprechstunden können notwendige Termine für Blutentnahmen und Ultraschalluntersuchungen nicht ersetzen, sollen aber als Ergänzung zu unserem sonstigen Sprechstunden-Portfolio dienen.
Eine Videosprechstunde ermöglicht –...

[mehr ...]

Die Inzidenz des PCOS beträgt 10-18% bei Frauen im reproduktiven Alter weltweit. Nicht schwangere Frauen mit einem PCOS weisen 2-3-fache höhere AMH-Werte im Serum auf als Frauen ohne. Die Mehrheit zeigt einen erhöhten LH-Tonus durch eine höhere Frequenz der GnRH-Sekretion. Ob dieses Merkmal primär oder sekundär entsteht, war bisher unbekannt. Nun wurde die Existenz von AMH-Rezeptoren in GnRH-produzierenden Neuronen nachgewiesen: die exogene Gabe von AMH in vitro erhöht die GnRH-Sekretion dieser...

[mehr ...]

Wir möchten Ihnen, unseren Patientinn/en und Kolleginn/en mitteilen, dass wir in unserer Praxis unter strenger Berücksichtigung der vom Robert-Koch-Institut (RKI) empfohlenen Sicherheitsvorschriften arbeiten und daher nach entsprechender Aufklärung auch weiterhin vollumfänglich für die Beratung und Diagnostik sowie Therapie zur Verfügung stehen können.

Dies betrifft alle Patientinn/en mit Hormonstörungen, Knochenstoffwechselstörungen und Osteoporose, Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, Männer...

[mehr ...]